Rare Books Berlin - Internationale Messe für Bücher und Graphik

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Erster Druck der ersten Ausgabe - außerordentlich selten. PRAETORIUS, JOHANNES.

DaeMonoLogIa RUbInzaLII sILesII. Das ist, ein ausführlicher Bericht, Von den Wunderbarlichen, sehr alten, und weitbeschrienen Gespenste Dem Rübezahl; Welches sich, auf den Gebirgen in Schlesien und Böhmen, den Wandersleuten zum öfftern, in possirlicher und mannigfaltiger Gestalt, und mit seltzamen Verrichtungen, erzeiget: Nebenst vielen andern nachdencklichen Erzehlungen von Betröcknissen, und den fürnehmsten Schlesischen Raritäten: wie auch sonsten mehren kurtzweiligen Schosen: gäntzlich aus vielen Scribenten erstlich zusammen gezogen durch Johannem Praetorium. Leipzig, in Verlegung Joh. Barthol Ohlers, gedruckt zu Arnstadt bey Caspar Freyschmieden Ao. 1662. 123x70 mm. (12) Bll., 343 S. [r. 333 S.: Paginierung springt von 286 zu 289 und von 289 zu 298], (3) S. weiß. Pergamentband d.Zt. mit durchgezogenen Bünden, kalligraphischem Rückentitel und den Rübezahl darstellender Zeichnung. Leicht gebräunt, kleines Wurmloch im hinteren Gelenk. //// A contemporary parchment-bound volume with continuous headbands, a calligraphic title on the spine, and an illustration depicting Rübezahl. Slightly browned, with a small wormhole at the rear joint. //// Volume relié en parchemin de l'époque, avec des nerfs continus, un titre calligraphié au dos et un dessin représentant Rübezahl. Légèrement jauni, petit trou de ver au niveau de la jointure arrière.


21.07.2026 - 15:02

7500,- EUR

Günther Trauzettel

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Java - Ethnologie: 29 Original-Photographien um 1860 aus Java (tls. Woodbury & Page), in Prunkkassette Adel Waldenfels

9 schöne Original-Fotografien aus Java (Indonesien), meist von den bedeutenden Fotografen Woodbury & Page (13 Fotos mit entsprechendem Blindstempel "W. & P. Photographieen van Ned. Indie Batavia"), alle nachträglich handschriftlich auf deutsch betitelt. --- Einliegend in einer Ganzleder-Prunkassette (47 x 36 x 5 cm) mit zahlreichen Gold- und Silberapplikationen; im Zentrum das farbige Wappen mit einer Krone der Grafen zu Waldenfels. Der Einband ist auf 1903 datiert. --- Die Fotos zeigen Adel und hohe Würdenträger ("Fürst von Lombok, abgesetzt in 1895 und in der Verbannung zu Batavia gestorben"; "Sultan von Solo"; "Prinz von Djocja in alt javanischer Tracht"; "Regent Bantam"; "Sitzung des Landrathes, Patti"; "Prinzessin vom Hofe in Djocja"; "Junge Prinzessin aus Bantam"), Tanz- und Theaterszenen ("Wajang wong [inländisches Theater]"; "Inländische Tänzerinnen"; "Wajang Kulit [Schattenspiel]"; "Gamelang [Inländisches Orchester], Bandong"), Dorfszenen ("Dorf Manondjaja, Preanger"; "Dorf [Preanger Hochland]; "Dorf bei Buitenzorg"), Einheimische / Typen im Alltag ("Früchteverkäufer"; "Reiskochen"; "Frau beim Reispflanzen"; "Marktgruppe, Buitenzorg"; "Am Brunnen einer Batav. Wohnung"; "Gras- und Paddie Händler"; "Jagd auf wilde Schweine"; "Miethwagen [dos a dos]") und Landschaften bzw. Bauwerke "Brücke über Tjitarum"; "Fluss bei Cheribon"; "Tjiliwung, oberhalb Batavia"; "Überfahrt über den Tjatarum, Tjiandjoer"; "Poststation ?Tjisokkhan? Tjiandjoer"; "Wachtthurm, Samarang"; "Brücke über den Tjitarum, Preanger").


21.07.2026 - 15:00

7500,- EUR

Antiquariat Thomas Mertens

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Erotik - Bauhaus - Surrealismus. - 12 grossformatige signierte Original-Aquarelle mit dem Titel Kaleidoskop der Liebe in Original-Mappe von Hermann Finsterlin.

Erotik - Bauhaus - Surrealismus. - 12 grossformatige signierte Original-Aquarelle mit dem Titel Kaleidoskop der Liebe in Original-Mappe von Hermann Finsterlin. Hardcover. Zustand: Gut. 12 grossformatige signierte Original-Aquarelle ca. 234 x 300 mm bis 262 x 345 mm montiert auf Karton ca. 320 x 380 mm alle handschriftlich von Finsterlin mit Bleistift bezeichnet. Lose einliegend in von Finsterlin gestalteten Unikat-Mappe ca. 325 x 285 mm mit zwei fehlenden Bindebändern - Hermann Finsterlin geb. 1887-1973 war Anfang der 20er bis in die späten 30er Jahre vor allem für seine visionären Architekturutopien ein gefeierter Künstler. 1918 oder Anfang 1919 regte ihn sein Architekturtraum zu neuartigen Hausentwürfen an. 1919 wurde er von Walter Gropius im Namen des Arbeitsrats für Kunst aufgefordert, an einer Ausstellung junger Architekten teilzunehmen. Er schickte die wenigen vorliegenden Traumhäuser, eine telegrafische Rückfrage nach mehr Arbeiten führte zu einem wahren Schaffensrausch. Seine Architekturvisionen hatten wenig gemein mit konventionellen Bauten zum Nutzen und Gebrauch durch Menschen, sondern ähnelten eher Fabeltieren, Tiefseeschnecken, Muschelbänken, Pilzkolonien oder anderen exotisch anmutenden organischen Formen aus der Natur. Seine Entwürfe waren zwar seinerzeit auf Ausstellungen erfolgreich, wurden bestaunt, aber keiner seiner Entwürfe wurde ausgeführt". (DeWiki) Zahlreiche Ausstellungswünsche von namhaften Galerien erreichten ich, wobei er das zurückgezogene Leben mehr in der Natur bevorzugte. Die hier vorliegenden 12 erotischen Original-Aquarelle erinnern in ihrer Formensprache u.a. an die späteren Werke von Salvator Dali. - Zu Hermann Finsterlin siehe u.a.: Reinhard Döhl. Hermann Finsterlin. Eine Annäherung. Ausstellungskatalog Staatsgalerie Stuttgart. - Die Aquarelle tadellos und farbfrisch, der Trägerkarton mit Altersspuren an den Rändern. Die Mappe etwas berieben und bestossen. Insgesamt aber sehr schön.


21.07.2026 - 14:39

8500,- EUR

Antiquariat Thomas Mertens

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Türkei. – Im Renaissance Einband aus der Fugger-Bibliothek - Nicolay, N. de. Der erst (einzige) Theil. Von der Schiffart unnd Raisz in die Türckey unnd gegen Orient.

Türkei. – Im Renaissance Einband aus der Fugger-Bibliothek - Nicolay, N. de. Der erst (einzige) Theil. Von der Schiffart unnd Raisz in die Türckey unnd gegen Orient. Aus der frantzösischen Sprach inn die Teutsch gebracht. Nürnberg, D. Gerlach, 1572. Fol. (32:21,5 cm). Mit gest. Titel in Rotdruck mit breiter gest. Bordüre sowie 60 radierten Tafeln von Conrad Saldörffer. 4 Blatt, 108 Blatt. Flex. Prgt. d. Zt. mit goldgepr. Deckelfileten, Eckfleurons u. Initialen "P E F" (Philipp Eduard Fugger); etwas angestaubt oder fleckig, Vergoldung oxydiert, ohne die Schließbänder. Sehr schönes Exemplar VD 16, ZV 25646; Göllner 1545 (59 Taf.); Lipperheide Lb 6; Colas 2206; Hiler 657; vgl. Atabey 870 ff. u. Blackmer 1196 (kennen beide nur die 2. deutsche Ausgabe von 1576) sowie Mortimer, French 386 (zum 2. Druck der französ. Originalausgabe von 1568). - Erste deutsche Ausgabe, selten. Zugleich die erste Übersetzung der 1567/68 erschienenen Originalausgabe, die ebenfalls mit Radierungen ausgestattet war. Eine von zwei Titelvarianten (die andere mit "Raysz", so bei Göllner, Lipperheide etc.). Die auf Nicolays eigenen Zeichnungen beruhenden Illustrationen liegen hier in den schönen Radierungen von Saldörffer vor, während die Antwerpener Ausgaben von 1576 in französischer, deutscher, italienischer und niederländischer Sprache mit Holzschnitten ausgestattet sind. Mit prachtvollen Trachten von Janitscharen, Kaufleuten, Mekkapilgern, Bauern, Geistlichen, türkischen und griechischen Damen etc. Nicolay begleitete 1551 als königlicher Geograph den französischen Botschafter Gabriel d'Aramamont nach Konstantinopel und hatte dort die Möglichkeit, Land und Leute zu studieren. "Nicolay's illustrations, the first to represent the costume of the Near East in detail, were widely copied in the sixteenth century" (Mortimer). Aus der Bibliothek von Philipp Eduard Fugger v. Kirchberg auf Weißenhorn (1546-1618), Sohn von Georg Fugger, mit seinen Initialen auf dem Vorderdeckel. "Philipp Eduard (war) der würdige Erbe der väterlichen Bibliothek und, was Ausstattung seiner Bücher betrifft, einer der bedeutendsten deutschen Bibliophilen des 16. und beginnenden 17. Jahrhunderts ... Abgesehen von Marcus Fugger (1529-1597) hat kein Angehöriger des bücherfreundlichen Hauses so zahlreiche Bücher so prunkvoll binden und sie auch durch Supralibros und Aufdruck der Initialen als sein Eigentum bezeichnen lassen wie Philipp Eduard. Auf den Prunkbänden finden wir das Wappen ... auf den einfacheren Bänden nur die Initialen 'P E F'" (Geldner, Unbekannte Fuggerbände, in: Archiv für Geschichte des Buchwesens XL, 1964, S. 1538). - Vereinzelt etwas stock- oder braunfleckig, 1 Tafel ("Türckin in Sirischer Tracht") mit kleinem Verklebungsschaden im Bild. With engraved title and 60 engraved plates. First German edition of Nicolay's famous work illustrating the costumes of Turkey, Greece, and the Eastern Mediterranean. - Some foxing or brownstaining here and there, small flaw affecting engraved image to 1 plate. Contemporary limp vellum with the initials of Philipp Eduard Fugger (1546-1618); gilding oxidised; some soiling and staining, without the ties. Beautiful


21.07.2026 - 14:19

12000,- EUR

Antiquariat Thomas Mertens

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Seltenes Ravensburger Brettspiel 1893 - Reise nach Chicago. The Worlds (!) Columbian Exposition (Deckeltitel)

Brettspiel (auf der Karte mit dem Spielregeln bezeichnet “O.M.R. Nr. 42”). Ravensburg, Otto Maier, um 1893. Mit farbig lithographiertem faltbarem Spielplan (Weltkarte) aus starkem Karton (aufgefaltet 53 x 60 cm), 6 Spielfiguren aus Zinn, 1 Karte „Spielregeln“ (englisch, deutsch, französisch), 6 „Reisebillets“ (ca. 2,5 x 5 cm), 6 Karten mit Erläuterungen (ca. 14,5 x 9 cm), 20 Spielmünzen, 2 Papptellerchen für die Spielmünzen und 1 Würfel. Zusammen in O.-Deckelschachtel mit farbig lithographierter Deckelillustration (ca. 36 x 32 x 4 cm). - Seltenes, anlässlich der im Mai 1893 verspätet eröffneten Weltausstellung in Chicago herausgegebenes Brettsspiel. Der sehr schön gestaltete Spielplan zeigt eine Weltkarte mit 6 eingezeichneten Reisewegen nach Chicago. Die Ausstellung zum Gedenken an die „Entdeckung“ des Kolumbus (daher „Columbian“) wurde auch in Deutschland mit grossem publizistischen Aufwand begleitet, es erschienen extra Reiseführer nach Chicago (damals war eine solche Reise langwierig, umständlich und teuer), aktuelle Berichte von der Ausstellung selber und retrospektiv verfasste Reiseberichte. Das vorliegende Brettspiel wurde zwar nicht im Börsenblatt angezeigt, es finden sich aber in der zeitgenössischen Tagespublizistik, etwa in den MNN in den Wochen vor Weihnachten 1893, Inserate des bekannten Münchner Spielwarenhändlers Obletter für ein gleichnamiges Gesellschaftsspiel, bei dem es sich um das hier angebotene handeln dürfte. Selten und für uns nicht weiter nachweisbar.


21.07.2026 - 07:25

2200,- EUR

Antiquariat KaraJahn